Wissenspool

Was Entscheider über NIS2
und IT-Sicherheit wissen müssen.

Das BSIG gilt seit Dezember 2025. Wir haben die häufigsten Fragen aus unserer Beratungspraxis zusammengestellt – zu allen unseren Leistungsbereichen.

NIS2 / BSIG 2025 ISMS nach ISO 27001 Technische Dokumentation Anforderungsmanagement Prozessmanagement Digitales Lernen
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NIS2 (Network and Information Security Directive 2) ist eine EU-Richtlinie zur Stärkung der Cybersicherheit. In Deutschland gilt sie seit dem 6. Dezember 2025 als BSIG (BSI-Gesetz), in Österreich als NISG 2024.

Betroffen sind Unternehmen in 18 kritischen Sektoren – darunter Energie, Transport, Gesundheit, IT/TK, Finanzwesen und Lebensmittelversorgung:

  • Besonders wichtige Einrichtungen: ab 250 Mitarbeitern oder 50 Mio. € Jahresumsatz
  • Wichtige Einrichtungen: ab 50 Mitarbeitern oder 10 Mio. € Jahresumsatz
  • Lieferkette: Auch kleinere Unternehmen können als Zulieferer verpflichtet werden

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Ja, möglicherweise. Die häufigste Fehlannahme lautet: „Wir sind zu klein."

NIS2 greift ab 50 Mitarbeitern oder 10 Mio. € Jahresumsatz in betroffenen Sektoren. Darüber hinaus können KMU über die Lieferkette verpflichtet werden – auch wenn sie selbst unterhalb der Schwellenwerte liegen.

Empfehlung: Starten Sie mit einem strukturierten Betroffenheitscheck nach § 28 BSIG. → Erstgespräch vereinbaren

Betroffene Unternehmen müssen laut BSIG folgendes umsetzen:

  • Risikomanagement: Incident-Management, Business Continuity, Lieferkettensicherheit, Kryptografie, Zugangskontrolle
  • Meldepflicht: Erhebliche Vorfälle innerhalb von 24 Stunden ans BSI melden, nach 72 Stunden detaillierten Bericht vorlegen
  • Registrierungspflicht: Registrierung beim BSI-NIS-2-Register
  • Geschäftsführerhaftung (§ 38 BSIG): Persönliche Haftung der Geschäftsleitung – keine Delegation möglich

Sanktionen: bis zu 10 Mio. € oder 2 % des weltweiten Jahresumsatzes.

NIS2 ist die EU-Richtlinie; jeder Mitgliedsstaat setzt sie in nationales Recht um:

  • Deutschland: BSIG, in Kraft seit 6. Dezember 2025. Aufsichtsbehörde: BSI.
  • Österreich: NISG 2024. Aufsichtsbehörde: RTR + Bundesministerium für Inneres.

Beide Gesetze sind inhaltlich ähnlich, unterscheiden sich aber in Fristen, Meldestrukturen und Sektordefinitionen. OMNI Inform Pro berät zu beiden Rechtsräumen – Standorte in München und Scharnitz/Tirol.

Zu einem Großteil, aber nicht vollständig. ISO 27001 deckt die technischen und organisatorischen Maßnahmen des NIS2-Risikomanagements sehr gut ab. Nicht direkt abgebildet werden:

  • Die Meldepflichten mit den genauen BSI-Prozessen und Fristen
  • Die Registrierungspflicht beim BSI-NIS-2-Register
  • Lieferkettensicherheitsanforderungen im vollen Scope

Unternehmen mit einem bestehenden, gelebten ISMS haben dennoch einen erheblichen Vorsprung und deutlich kürzere Umsetzungszeiträume.

Ein Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) ist ein strukturierter Rahmen aus Prozessen, Richtlinien und Maßnahmen zur systematischen Steuerung der Informationssicherheit. Es schützt die drei Schutzziele:

  • Vertraulichkeit – Schutz vor unbefugtem Zugriff
  • Verfügbarkeit – Informationen sind da, wenn sie gebraucht werden
  • Integrität – Schutz vor Manipulation und Fehlern

Ein ISMS ist Grundlage für die ISO-27001-Zertifizierung und deckt einen Großteil der NIS2-Anforderungen ab. → Mehr zu unserem ISMS-Ansatz

  • ISO/IEC 27001 ist die Zertifizierungsnorm: Sie definiert, was ein ISMS leisten und nachweisen muss.
  • ISO/IEC 27002 ist der Praxisleitfaden: Sie erklärt, wie die Maßnahmen aus Annex A konkret umgesetzt werden – mit Controls, Beispielen und Hinweisen.

Vereinfacht: ISO 27001 = das Was · ISO 27002 = das Wie. Beide Normen liegen seit 2022 in überarbeiteter Fassung vor.

Die typische Projektdauer für eine Erstzertifizierung liegt bei 9 bis 18 Monaten, abhängig von Unternehmensgröße, Ausgangssituation, Scope und interner Kapazität. OMNI Inform Pro erreicht mit praxisfertigen Templates kürzere Zeitrahmen – ohne Abstriche bei der Auditfähigkeit.

Die Gesamtkosten bestehen aus drei Blöcken:

  • Beratungskosten: Externe Projektbegleitung – abhängig von Scope und Vorarbeit
  • Interner Aufwand: Mitarbeiterzeit für Workshops, Dokumentation, Umsetzung
  • Zertifizierungsgebühr: 5.000–20.000 € je nach Scope und Stelle

Für ein KMU mit 50–200 Mitarbeitern typischerweise 30.000–100.000 € Gesamtprojektkosten. → Kostenloses Erstgespräch anfragen

TISAX (Trusted Information Security Assessment Exchange) ist das Informationssicherheits-Auditprogramm der Automobilindustrie (VDA) – für Lieferanten von OEMs wie BMW, Mercedes-Benz oder Volkswagen faktisch verpflichtend. Es basiert auf dem VDA ISA-Fragenkatalog, der eng an ISO/IEC 27001 angelehnt ist. Ein bestehendes ISMS verkürzt die TISAX-Vorbereitungszeit erheblich.

Technische Dokumentation umfasst alle Unterlagen, die ein Produkt im Lebenszyklus begleiten: Betriebsanleitungen, Montageanweisungen, Wartungshandbücher, Risikobeurteilungen und CE-technische Unterlagen. Wichtige Normen und Richtlinien:

  • Maschinenverordnung 2023/1230/EU – ab Januar 2027, löst Maschinenrichtlinie 2006/42/EG ab
  • IEC 82079-1:2019 – internationale Norm für Gebrauchsanleitungen
  • Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU
  • Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745

Unsere Leistungen in der Technischen Dokumentation

Die Maschinenverordnung 2023/1230/EU löst ab Januar 2027 die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG ab und bringt wesentliche Neuerungen:

  • Erweiterter Anwendungsbereich: KI-gesteuerte Maschinen und Software mit Sicherheitsfunktionen sind explizit erfasst
  • Digitale Betriebsanleitung: Erstmals sind rein digitale Anleitungen unter definierten Bedingungen zulässig
  • Neue Konformitätsbewertungen: Stärkere Anforderungen an Risikobeurteilung und Nachweispflichten

Bestehende Dokumentation muss bis Januar 2027 geprüft und ggf. angepasst werden. OMNI Inform Pro begleitet Sie bei dieser Umstellung.

Der Hersteller trägt die rechtliche Verantwortung für die CE-konforme Technische Dokumentation. Ist er nicht in der EU ansässig, geht die Verantwortung auf den Bevollmächtigten oder Importeur über.

Die Erstellung kann intern oder durch externe Technische Redakteure – wie OMNI Inform Pro – erfolgen. Die rechtliche Verantwortung verbleibt jedoch stets beim Hersteller.

  • Externe Betriebsanleitung: Richtet sich an den Endnutzer – enthält alle sicherheitsrelevanten Informationen, Warnhinweise und Anweisungen zur bestimmungsgemäßen Verwendung. Muss dem Produkt beiliegen.
  • Interne Technische Dokumentation: Besteht aus Konstruktionsunterlagen, Risikobeurteilung, Prüfprotokollen und Nachweisdokumenten. Verbleibt beim Hersteller und muss Marktaufsichtsbehörden auf Anfrage vorgelegt werden.

Beide Dokumente sind für die CE-Konformität unverzichtbar – aber mit unterschiedlichen Anforderungen und Zielgruppen.

Mit der Maschinenverordnung 2023/1230/EU wird dies ab Januar 2027 unter definierten Bedingungen erstmals möglich: Die digitale Bereitstellung (z. B. QR-Code, Download) ist zulässig, wenn der Nutzer bei Kauf und Inbetriebnahme ohne weiteres Zugang zur Anleitung hat. Eine gedruckte Kurzanleitung mit Sicherheitshinweisen muss jedoch weiterhin beigelegt werden.

Nach der bisherigen Maschinenrichtlinie 2006/42/EG ist eine rein digitale Anleitung grundsätzlich nicht ausreichend. Bis Januar 2027 gelten beide Regelwerke nebeneinander.

Anforderungsmanagement ist die systematische Erfassung, Verwaltung und Nachverfolgung aller Anforderungen an ein Produkt oder System – von Kundenanforderungen über technische Spezifikationen bis zu regulatorischen Vorgaben.

Es verbindet das Was (Kundenanforderung) mit dem Wie (technische Umsetzung) und verknüpft Anforderungen über das V-Modell direkt mit der Qualitätssicherung. Fehlendes Anforderungsmanagement ist eine der häufigsten Ursachen für Projektverzögerungen und Qualitätsmängel.

Mehr zum Anforderungsmanagement bei OMNI

Anforderungsmanagement klärt, was ein Produkt oder System leisten soll – es definiert den Inhalt und die Qualitätskriterien.

Projektmanagement organisiert, wie, wann und mit welchen Ressourcen das umgesetzt wird – es steuert Prozess, Zeit und Budget.

Beide Disziplinen ergänzen sich: Ohne klare Anforderungen fehlt dem Projektmanagement die inhaltliche Grundlage. Ohne strukturiertes Projektmanagement werden selbst klar definierte Anforderungen nicht zuverlässig umgesetzt.

ReqSuite® ist eine Softwarelösung für Anforderungsmanagement von OSSENO. Es ermöglicht die strukturierte Erfassung, Verlinkung und Nachverfolgung von Anforderungen – analog zum V-Modell verbunden mit der Qualitätssicherung.

OMNI Inform Pro setzt ReqSuite® in Projekten der Automotive-Branche und im Maschinenbau ein, um Anforderungen, Nachweise und Testergebnisse transparent zu verknüpfen und auditfähig zu dokumentieren.

Anforderungsmanagement ist überall dort unverzichtbar, wo Produkte hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllen müssen:

  • Automobilindustrie: ASPICE, Funktionale Sicherheit ISO 26262, TISAX
  • Maschinenbau: Maschinenverordnung, CE-Konformität, IEC 61508
  • Medizintechnik: MDR 2017/745, IEC 62304, ISO 14971
  • Luft- und Raumfahrt: DO-178C, ARP 4754A
  • Softwareentwicklung: Agile und klassische Entwicklungsprojekte

Prozessmanagement (auch Business Process Management, BPM) umfasst die systematische Modellierung, Optimierung, Implementierung, Steuerung, Analyse und kontinuierliche Weiterentwicklung von Geschäftsprozessen. Ziel ist es, Abläufe transparent, effizient und messbar zu gestalten – über Abteilungsgrenzen hinweg.

OMNI Inform Pro unterstützt Unternehmen beim Aufbau von Prozessmanagementsystemen in Entwicklung, Produktion, Logistik und Qualitätsmanagement. → Mehr zu Prozessmanagement bei OMNI

Prozessoptimierung ist ein einmaliges Projekt mit dem Ziel, einen bestimmten Ablauf zu verbessern – zum Beispiel die Reduktion von Durchlaufzeiten oder die Beseitigung von Fehlern in der Produktion.

Prozessmanagement ist der dauerhafte, systematische Rahmen, der Prozesse kontinuierlich steuert, überwacht und weiterentwickelt. Prozessoptimierung ist ein Teilbereich des Prozessmanagements – nicht umgekehrt.

Gängige Methoden und Notationen im Prozessmanagement:

  • BPMN 2.0 (Business Process Model and Notation) – Standardnotation für die Visualisierung und Dokumentation von Geschäftsprozessen
  • Lean Management – Verschlankung von Abläufen durch Eliminierung von Verschwendung
  • Six Sigma – Qualitätssteigerung durch statistisch fundierte Fehlerreduktion
  • Wertstromanalyse (Value Stream Mapping) – Visualisierung des Materialflusses zur Identifikation von Engpässen

OMNI Inform Pro kombiniert diese Methoden bedarfsgerecht und verbindet sie mit Dokumentation und Anforderungsmanagement.

ISO 27001 fordert explizit dokumentierte und gelebte Prozesse – für Risikomanagement, Incident Response, Zugangskontrolle und interne Audits. Ein funktionierendes Prozessmanagementsystem ist daher eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche ISO-27001-Einführung und -Zertifizierung.

OMNI Inform Pro verbindet beide Disziplinen in einem integrierten Vorgehensmodell: Prozesse werden so modelliert, dass sie gleichzeitig operative Effizienz und Normenkonformität sicherstellen.

Digitales Lernen bezeichnet alle Formen des Lernens, die digitale Technologien und Medien nutzen. Typische Formate:

  • E-Learning-Module: Selbstgesteuertes Lernen im Browser – zeit- und ortsunabhängig
  • Erklärvideos und Animationen: Komplexe Themen visuell aufbereitet
  • Interaktive Quizze und Tests: Lernerfolg messbar machen
  • Blended Learning: Kombination aus digitalen Elementen und Präsenzunterricht
  • Microlearning: Kurze, zielgerichtete Lerneinheiten für den Arbeitsalltag

OMNI Inform Pro entwickelt alle diese Formate – zielgruppengerecht und didaktisch fundiert. → Mehr zu Digitalem Lernen bei OMNI

NIS2 und das BSIG verlangen ausdrücklich, dass Mitarbeiter für Informationssicherheit sensibilisiert und geschult werden – insbesondere im Umgang mit Sicherheitsvorfällen, Phishing und Social Engineering.

Laut Verizon Data Breach Investigations Report 2025 sind über 80 % der Sicherheitsvorfälle auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen. Schulungen sind damit kein optionales Zusatzangebot, sondern ein nachweispflichtiger Bestandteil des Risikomanagements – und müssen dokumentiert werden.

E-Learning bezeichnet vollständig digitale Lernformen, bei denen Teilnehmer selbstgesteuert und ortsunabhängig lernen – ohne Präsenzphasen.

Blended Learning kombiniert digitale Lernphasen (E-Learning-Module, Videos, Selbstlernaufgaben) mit Präsenz- oder Live-Online-Elementen wie Workshops, Fallbesprechungen oder Webinaren.

Blended Learning eignet sich besonders für komplexe Themen, die Reflexion und Austausch erfordern – wie NIS2-Awareness-Schulungen für Führungskräfte oder ISMS-Einführungsschulungen für IT-Teams.

OMNI Inform Pro entwickelt Schulungsinhalte nach einem strukturierten Prozess:

  • Zielgruppenanalyse: Wer soll was lernen? (z. B. Geschäftsführung, IT-Abteilung, Mitarbeiter ohne IT-Hintergrund)
  • Lernzieldefinition: Was sollen Teilnehmer nach der Schulung wissen und können?
  • Formatwahl: Welches Format passt zur Zielgruppe und zum Lerninhalt?
  • Didaktische Aufbereitung: Praxisnahe Beispiele, interaktive Elemente, messbare Lernerfolgskontrollen

Das Ergebnis sind Schulungen, die nachweislich wirken und – wo erforderlich – Compliance-Anforderungen erfüllen.

OMNI Inform Pro GmbH ist ein spezialisiertes Beratungsunternehmen mit Standorten in München (Machtlfinger Str. 21) und Scharnitz/Tirol (Österreich) – mit über 20 Jahren Erfahrung. Unsere Kernleistungen:

  • NIS2 & ISMS-Beratung – Einführung und Zertifizierung nach ISO/IEC 27001, B3S, NIS2-Compliance
  • Technische Dokumentation – CE-konforme Anleitungen nach IEC 82079-1 und Maschinenverordnung
  • Anforderungsmanagement – mit ReqSuite® nach V-Modell für Automotive und Maschinenbau
  • Prozessmanagement – Modellierung, Optimierung und Implementierung von Geschäftsprozessen
  • Digitales Lernen – maßgeschneiderte E-Learning-Konzepte und Schulungen

Ja. OMNI Inform Pro GmbH ist im gesamten DACH-Raum tätig:

  • Deutschland: Hauptstandort München – Schwerpunkt Bayern, Baden-Württemberg, NRW
  • Österreich: Zweigstandort Scharnitz/Tirol – lokale Präsenz für Tirol, Vorarlberg, Salzburg; Expertise im NISG 2024
  • Schweiz: Remote-Beratung möglich

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Alle Inhalte wurden von OMNI Inform Pro GmbH erstellt · Stand: Juni 2026

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